Meine Einschätzung zum Immobilienmarkt 2026

Warum sich die Chancen für Käufer verändert haben

In den letzten Jahren habe ich den Immobilienmarkt intensiv beobachtet – insbesondere auch aus Investorensicht. Was sich aktuell deutlich verändert hat, ist vor allem eines: die Finanzierung.

Viele Immobilien wurden in den letzten zehn Jahren mit extrem günstigen Zinsen gekauft. Diese Finanzierungen laufen nun nach und nach aus. Wer heute verlängern muss, bekommt keinen alten Zinssatz mehr, sondern finanziert die Restschuld zu deutlich höheren Konditionen. Das ist für viele Eigentümer ein spürbarer Einschnitt.

Was ich aktuell am Markt beobachte

Mein Eindruck ist: Der Markt ist ruhiger geworden. Objekte stehen länger online, Preisverhandlungen sind wieder normal und nicht mehr jede Immobilie ist sofort verkauft.

Das bedeutet nicht, dass plötzlich massenhaft Immobilien auf den Markt kommen. Aber ich sehe, dass:

  • Verkäufer realistischer werden müssen
  • Käufer wieder Zeit zum Prüfen und Rechnen haben
  • Finanzierung ein viel größeres Thema ist als noch vor ein paar Jahren

Gerade bei Immobilien, die knapp kalkuliert waren oder energetisch schwächer sind, spürt man diese Entwicklung deutlich.

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Führt das zu mehr Verkäufen?

Nicht jeder kann oder will eine deutlich höhere Rate bei der Anschlussfinanzierung tragen. In solchen Fällen wird ein Verkauf zumindest zur Option. Das sorgt dafür, dass das Angebot langsam steigt – nicht abrupt, sondern über mehrere Jahre verteilt.

Gleichzeitig gibt es viele Eigentümer, die gut finanziert sind, Sondertilgungen leisten oder langfristig halten wollen. Deshalb rechne ich nicht mit einem plötzlichen Überangebot.

Sind wir gerade in einem Käufermarkt?

Ich würde es so beschreiben: Der extreme Verkäufermarkt ist vorbei, aber wir sind auch nicht in einem klassischen Käufermarkt mit fallenden Preisen.

Aus meiner Sicht befinden wir uns aktuell in einer Phase, in der:

  • gute Vorbereitung belohnt wird
  • saubere Kalkulation wieder entscheidend ist
  • Verhandlungen möglich sind, ohne unrealistisch zu werden

Für Käufer – besonders für Kapitalanleger – ist das eine deutlich angenehmere Ausgangslage als noch vor ein paar Jahren.

Wie lange bleibt diese Phase?

Meine persönliche Einschätzung: Solange Zinsen nicht deutlich fallen und gleichzeitig wenig neu gebaut wird, bleibt der Markt eher ruhig und verhandlungsfähig. Wer geduldig ist und sauber rechnet, findet Chancen – vor allem dort, wo andere zu knapp kalkulieren oder verkaufen müssen.

Fazit

Ich sehe aktuell keinen Crash, aber auch keinen Boom. Stattdessen einen Markt, der sich normalisiert hat. Für mich ist das eine gesunde Entwicklung – vor allem für Käufer, die langfristig denken und nicht aus Zeitdruck handeln müssen.

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