Immobilie 700.000 € finanzieren – Rate & Einkommen
- Die Berechnung erfolgt exemplarisch mit 4% Zinsen und 2% anfänglicher Tilgung.
- Als Faustregel sollte die Kreditrate maximal 30 – 40% deines Netto-Einkommens betragen.
Erforderliches Einkommen
Die folgende Berechnung dient als vereinfachte Orientierung. In der Praxis hängen die tatsächlichen Werte u. a. von den Kaufnebenkosten, den Zinssatz und deiner Bonität ab.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Kaufpreis | 700.000 € |
| Kaufnebenkosten (12,07 %) | 84.490 € |
| Eigenkapital (entspricht Kaufnebenkosten) | 84.490 € |
| Finanzierungsbedarf | 700.000 € |
| Sollzinssatz | 4 % |
| Anfängliche Tilgung | 2 % |
| Monatliche Rate | 3.500 € |
|
Erforderliches Nettoeinkommen (bei 40 % Finanzierungsgrenze) |
8.750 € |
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Hinweis: Dies ist eine vereinfachte Beispielrechnung ohne Gewähr und ersetzt keine individuelle Finanzierungsberatung.
Finanzierungsgrenze: Wie viel Prozent vom Netto sind sinnvoll?
Bei einer Baufinanzierung spielt die sogenannte Finanzierungsgrenze eine zentrale Rolle. Sie beschreibt, wie viel Prozent des monatlichen Netto-Einkommens dauerhaft für die Kreditrate verwendet werden sollten.

Eine Belastung von etwa 30% des Netto-Einkommens gilt als sehr sicher. Hier hat man ausreichend finanziellen Spielraum für Lebenshaltungskosten, Rücklagen und unvorhergesehene Ausgaben.
Eine Finanzierungsgrenze von rund 35 – 40% wird in der Praxis am häufigsten genutzt. Viele Banken betrachten diese Quote als realistisch und dauerhaft tragfähig, sofern keine hohen weiteren Verpflichtungen bestehen.
Liegt die monatliche Rate bei 50% des Netto-Einkommens, steigt das finanzielle Risiko deutlich. Bereits kleine Veränderungen wie steigende Zinsen, höhere Nebenkosten oder temporäre Einkommensausfälle können die Belastung kritisch machen. Solche Finanzierungen werden meist nur bei sehr stabilem/ hohem Einkommen akzeptiert.
Welche Grenze sinnvoll ist, hängt immer von der persönlichen Situation ab. Neben der Kreditrate sollten auch Hausgeld, Rücklagen, Versicherungen sowie mögliche Zinsänderungen berücksichtigt werden.
Was diese Rechnung nicht zeigt (und wo viele sich verschätzen)
Ein klassischer Fehler: Man schaut nur auf die Kreditrate – und übersieht die Gesamtrechnung. In der Realität spielen u. a. eine Rolle:
- Energiekosten wie z. B. Strom
- Hausgeld / nicht umlagefähige Kosten
- Rücklagen und Instandhaltung
- Mietausfallrisiko (bei Vermietung)
- Steuerliche Effekte
- Cashflow nach allen Kosten
- Zinsszenarien (Anschlussfinanzierung)
- Rendite und Eigenkapitalrendite
Wenn du die Immobilie vermieten willst bzw. es sich um eine Kapitalanlage handelt, reicht die monatliche Rate allein nicht aus. Erst Kennzahlen wie Cashflow, Rendite und steuerliche Effekte ermöglichen eine fundierte und realistische Entscheidung.
