Bauzinsen Februar 2026 – aktuelles Zinsupdate

Viele haben letztes Jahr noch gesagt: „Warten lohnt sich – die Bauzinsen fallen bald wieder.“ Ich habe mir deshalb im Februar 2026 erneut mehrere Finanzierungsangebote eingeholt. Das Ergebnis: Die Realität sieht leider anders aus.

In diesem Beitrag zeige ich dir:

  • wie hoch die Bauzinsen aktuell sind
  • was unterschiedliche Eigenkapitalquoten konkret bedeuten
  • warum schon kleine Zinsunterschiede schnell viele tausend Euro kosten können

Warum steigen die Bauzinsen wieder?

Ein guter Frühindikator für Bauzinsen sind die Renditen deutscher Pfandbriefe. Diese sind seit Mitte Januar 2026 erneut angestiegen. Für Banken bedeutet das höhere Refinanzierungskosten – und genau diese Kosten werden über höhere Bauzinsen an Käufer weitergegeben. Im Vergleich zu Oktober des letzten Jahres liegen die Konditionen aktuell spürbar höher.

Beispielrechnung

Für eine realistische Einschätzung nutzen wir wieder ein konkretes Szenario:

  • Käufer: Jonas & Laura, beide 30 Jahre
  • Ziel: Schuldenfrei in ca. 30 Jahren
  • Objekt: 100-qm-Wohnung in Düsseldorf
  • Kaufpreis: 500.000€
  • Kaufnebenkosten: ca. 60.000€
  • Anfangstilgung: 2%

80%-Finanzierung – mit mehr Eigenkapital

Schauen wir uns zuerst die klassische 80%-Finanzierung an. In diesem Szenario bringen Jonas und Laura insgesamt 160.000 Euro Eigenkapital ein. Darin enthalten sind bereits die Kaufnebenkosten. Der verbleibende Finanzierungsbedarf liegt somit bei 400.000 Euro.

Der aktuell angebotene Zinssatz beträgt 3,39 Prozent.

Daraus ergibt sich eine monatliche Kreditrate von rund 1.790 Euro. Damit ist die Finanzierung bereits etwas teurer als noch Ende 2025.

Wichtig ist jedoch, nicht nur auf die Kreditrate zu schauen. Zusätzlich fallen laufende Kosten wie Hausgeld, Strom und Internet an. Rechnet man diese Posten mit ein, ergibt sich eine monatliche Gesamtbelastung von etwa 2.300 Euro.

Damit ist die Finanzierung etwas teurer als noch Ende 2025.

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Warum der Zinsvergleich extrem wichtig ist

Viele machen einen entscheidenden Fehler: Sie holen nur ein einziges Finanzierungsangebot ein.

Ein Beispiel zeigt, warum das teuer werden kann:

  • Darlehen: 400.000 €
  • Bank A: 3,5 % Zins
  • Bank B: 3,9 % Zins

Allein dieser Unterschied führt bei 10 Jahren Zinsbindung zu:

➡️ knapp 14.000 € Mehrkosten

Nur wegen 0,4 Prozentpunkten.

Deshalb gilt:

  • immer mehrere Angebote vergleichen
  • auch kleine Abweichungen ernst nehmen

Typische Fehler bei Finanzierungen

1. Nur auf den Sollzins schauen: Erst der effektive Jahreszins zeigt die tatsächlichen Kosten.

2. Zu kurze Zinsbindung: Wer zu kurz abschließt, riskiert später eine deutlich teurere Anschlussfinanzierung. Ich persönlich schließe meist nichts unter 10 Jahren ab – das ist aber hoch individuell.

3. Zu niedrige Tilgung: Eine niedrige Rate wirkt attraktiv, sorgt aber für:

  • langsam sinkende Restschuld
  • deutlich höhere Zinskosten

4. Angebote nicht vergleichen: Banken haben fast immer Spielraum – besonders bei guter Bonität.

100 %-Finanzierung

Nun betrachten wir ein Gegenbeispiel mit deutlich geringerem Eigenkapitaleinsatz. Bei der 100 %-Finanzierung zahlen Jonas und Laura lediglich die Kaufnebenkosten in Höhe von rund 60.000 Euro selbst. Der komplette Kaufpreis von 500.000 Euro wird finanziert.

Der angebotene Zinssatz liegt in diesem Fall bei 4,18 Prozent.

Daraus ergibt sich eine monatliche Kreditrate von etwa 2.575 Euro. Das sind rund 0,3 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr.

Dieses Beispiel zeigt deutlich: Je geringer das eingebrachte Eigenkapital, desto höher fällt in der Regel der Zinssatz aus. Aktuell liegen 100 %-Finanzierungen aus meiner Erfahrung meist oberhalb der 4-Prozent-Marke.

Berücksichtigt man zusätzlich wieder Hausgeld, Strom und Internet, steigt die monatliche Gesamtbelastung auf rund 3.100 Euro.

Neben der höheren monatlichen Rate führt der höhere Zinssatz auch dazu, dass die anfängliche Tilgung geringer ausfällt. Dadurch baut sich die Restschuld langsamer ab, was am Ende der Zinsbindung zu einem deutlich höheren verbleibenden Darlehensbetrag führen kann.

Fazit: So solltest du aktuell rechnen

  • Die Bauzinsen sind im Februar 2026 erneut gestiegen/ bewegen sich seitwärts
  • Eigenkapital senkt die Zinsbelastung
  • Kleine Zinsunterschiede kosten schnell fünfstellige Beträge bedeuten
  • Der Angebotsvergleich ist entscheidend

Mindestens genauso wichtig: Kaufe nicht zu teuer ein!

  • Vergleiche Quadratmeterpreise in der Umgebung
  • Verhandle konsequent, wenn der Preis nicht passt

Hinweis: Die in diesem Artikel dargestellten Inhalte stellen keine Anlage- oder Finanzberatung dar. Die Berechnungen basieren auf pauschalen Annahmen und persönlichen Erfahrungen und dienen ausschließlich der Orientierung. Dieser Beitrag kann Werbe- oder Affiliate-Links zu eigenen oder externen Angeboten enthalten. Wenn du auf über solche Links etwas kaufst, erhalte ich ggf. eine Vergütung – für dich entstehen keine Mehrkosten.

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